Konstruktionsmechaniker/ -in
Ansprechpartner: Herr Oefler, Herr Bilinski
Bereichsleiter: Herr Langenscheidt (Metalltechnik)
Was machen Konstruktionsmechaniker/-innen?
Für wen ist der Job geeignet?
Was ist besonders gut?
Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?
Kurzinfo
Was machen Konstruktionsmechaniker/-innen?
Überall dort, wo große Metallkonstruktionen, wie Container, Schiffsteile
oder Aufzüge hergestellt werden, sind Konstruktionsmechaniker am richtigen
Platz. Sie schneiden, biegen und schweißen Stahl und Bleche und sind je nach
Fachrichtung auf bestimmte Arbeitsbereiche spezialisiert. Deshalb sind die
Metall-Profis in vielen verschiedenen Industrieunternehmen zu finden, zum Beispiel im Kranbau, bei Spezialfahrzeugherstellern, auf Schiffswerften, im Brückenbau und allgemeinem Stahlbau.
Konstruktionsmechaniker ...
- arbeiten anhand von Konstruktionszeichnungen, Montage-, Funktions-, Schalt- und Schweißplänen
- nutzen Transportgeräte und Hebezeuge, um große Bauteile zu
transportieren
- sägen, schneiden mit modernsten Fertigungsmaschinen Bleche und Profile, um sie anschließend zu verbinden
- biegen Bleche und Profile
- montieren Bauteile und Baugruppen
- führen Schweißarbeiten aus
- wählen je nach Schweißauftrag die geeigneten Schweißgeräte und
Zusatzstoffe aus und stellen die Geräte genau ein
- beherrschen die verschiedenen Verbindungstechniken (wie Schrauben, Nieten, Schweißen und Löten)
- Arbeiten in Eigenverantwortung wie auch im Team
Konstruktionsmechaniker der Fachrichtung Metall- und Schiffsbautechnik ...
- fertigen, montieren und reparieren Stahlskelette, Stahlausbauten,
Verkleidungen sowie Schiffe oder Off-Shore-Anlagen (z.B. Plattformen zur
Erdölförderung vor der Küste), Brücken, Fahrzeugrahmen usw.
- fügen vorgefertigte Einzelteile mittels Schrauben und verschiedenen Schweißverfahren
- bauen Hilfskonstruktionen und Arbeitsgerüste auf
- montieren Bauteile und Baugruppen je nach Bauplatz zu komplexen und großen Metallbaukonstruktionen
Konstruktionsmechaniker der Fachrichtung Ausrüstungstechnik ...
- fertigen, montieren und warten Bau-, Lasten- und Personenaufzüge,
Transportanlagen, Geländer, Rolltreppen, Tore, Fenster usw.
- bauen pneumatische (arbeiten mit Luftdruck) und hydraulische (arbeiten mit
Druck von Flüssigkeiten) Systeme auf, schließen sie an und prüfen sie
- verlegen Rohrleitungen
- prüfen Bau- und Ausrüstungskonstruktionen, nehmen sie in Betrieb und
halten sie instand
Konstruktionsmechaniker der Fachrichtung Feinblechbautechnik ...
- fertigen und montieren Behälter, Verkleidungen, Blechrohre,
Karosserieteile usw.
- versteifen Feinblechbauteile durch Sicken (rinnenförmige Vertiefung),
Umschlagen und Drahteinlegen
- verbinden Feinblechbauteile durch Bördeln (den Rand von Blechteilen
umbiegen) und Falzen (ineinandergreifendes Verbinden von Blechrändern)
- führen Schweißungen, wie Gasschweißen und Widerstandsschweißen durch
- stellen die produzierten Anlagen auf und befestigen sie
Konstruktionsmechaniker der Fachrichtung Schweißtechnik ...
- sind an der Herstellung und Instandhaltung von Brücken, Stahlhochbauten,
Schiffen, Kranen, Gerüsten oder Gehäuse für Großmaschinen beteiligt
- führen Schweißungen mit verschiedenen Verfahren durch
- richten mechanisch ablaufende Schneid- und Schweißvorgänge ein und
bedienen sie
- kontrollieren fertige Schweißkonstruktionen auf Maß und Form
Konstruktionsmechaniker arbeiten für ...
Industrieunternehmen, wie z.B.
- Maschinenbau-
- Fahrzeugbau-
- Schiffsbau-
- Kranbau-
- Stahlbau-
- Metallbau-Unternehmen
Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.
Für wen ist der Job geeignet?
Bewerber sollten ...
- Spaß an körperlicher Arbeit haben und fit sein
- handwerklich geschickt sein
- räumliches Vorstellungsvermögen haben, um nach Modellen, Zeichnungen oder
Skizzen zu arbeiten
Was ist besonders gut?
- vielseitige Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Industriebetrieben, auch im Außendienst
- die Zusammenarbeit im Team
Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Zugangsvoraussetzung
Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn
vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber den Hauptschulabschluss,
manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Lehrbetrieb und
Auszubildende entscheiden gemeinsam, in welcher der vier Fachrichtungen die
Spezialisierung erfolgt:
- Metall- und Schiffsbautechnik
- Ausrüstungstechnik
- Feinblechbautechnik
- Schweißtechnik
Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung
statt. Die Ausbildung endet nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.
Ausbildungsvergütung
Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und
Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen
Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie
viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue
Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren
Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie-
und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch beim Arbeitsamt vor Ort.
Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?
Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach
geht es weiter, beispielsweise als Industriemeister oder Techniker. Ziel kann natürlich auch
die berufliche Selbständigkeit sein.
Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun.
Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger
Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden.
Es gibt - je nach Fachrichtung - jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare,
um sich zu spezialisieren, z.B.
- Werkstofftechnik
- Wärmebehandlung
- Fertigungstechnik
- Technisches Zeichnen
Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind
je nach Fachrichtung verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:
- Ausbilder/-in
- Industriemeister/-in der Fachrichtung Metall
- Techniker/-in der Fachrichtung Blechverarbeitung, Schiffsbetriebstechnik
oder Maschinentechnik
- Schweißtechniker/-in
- Techniker/-in für Betriebswissenschaft
Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule
möglich, u.a.:
- Bachelor of Engineering (früher Dipl.-Ingenieur/-in Maschinenbau (FH))
Kurzinfo
Konstruktionsmechaniker ...
... arbeiten anhand von Montage-, Funktions-, Schalt- und Schweißplänen. Sägen und schneiden Bleche und Profile, biegen sie, wählen je nach Schweißauftrag
die geeigneten Schweißgeräte und Zusatzstoffe aus und stellen die Geräte
genau ein. Es gibt vier verschiedene Fachrichtungen:
Schweißtechnik, Feinblechbautechnik, Ausrüstungstechnik, Metall- und
Schiffsbautechnik.
Besonders gut ist, ...
.. dass es vielseitige Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen
Industriebetrieben gibt.
Bewerber/-innen sollten ...
gerne im Team arbeiten, flexibel sein, sorgfältig und verantwortungsbewusst
arbeiten, "mit Köpfchen" arbeiten.
Dauer der Ausbildung?
3,5 Jahre
Wer bildet aus?
Industrieunternehmen, wie z.B. Maschinenbau-, Fahrzeugbau-, Schiffsbau-,
Stahlbau-, Metallbau-Unternehmen
Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?
Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsamt, Berufsverband, Arbeitgeberverband
und Gewerkschaft.
Beruflicher Aufstieg
z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), je
nach Fachrichtung: Industriemeister/-in der Fachrichtung Metall Techniker/-in
der Fachrichtung, Blechverarbeitung, Schiffsbetriebstechnik oder
Maschinentechnik, Schweißtechniker/-in, Techniker/-in für
Betriebswissenschaft, Dipl.-Ingenieur/-in
Die Inhalte dieses Berufsbildes beruhen auf Informationen des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.
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