Projektarbeiten der Fachschule für Technik; Schuljahr 2005/2006

Das Fach Projektarbeit liefert den lernorganisatorischen Rahmen, in dem, losgelöst von Zuordnungen zu Fächern oder Lernfeldern, erworbene Kompetenzen bei der Durchführung eines umfassenden berufsrelevanten Projektes angewandt und weiterentwickelt werden können.

Dauer: 8 Wochen
Das Fach endet mit der Projekt-Präsentation.
Den Kontakt zu den Gruppen stellen wir gerne her.


Fachrichtung Mechatronik, Schuljahr 2005/2006, Klasse FTM03



Projektthema: "Konstruktion eines Laborofens zur Kalibrierung von Thermoelementen durch automatisierte Vergleichsmessungen"

Projektarbeit Gruppe: Farkas, Rosen und Wolschendorf


Seit Jahren führt die Härterei VTN Wärmebehandlungen von Metallen für die Luft- und Raumfahrtindustrie durch.

Die dortigen Vorschriften sind enorm hoch und erwarten vom Unternehmen höchste Qualitätssicherheit. Hierfür war im Jahr 2004 eine Zertifizierung nach der PRI-NADCAP (Aerospace Task Group), sowie einiger anderer Zertifizierungen notwendig.

Unsere Projektaufgabe war die Entwicklung und Konstruktion eines Kalibrierofens zur automatischen Kalibrierung von Thermoelementen.
Die Thermoelemente werden nach ihrer Kalibrierung, zur Bestimmung der Temperatur in Härteöfen eingesetzt. Bei der Entwicklung des Kalibrierofens war die Einhaltung der Normen und Vorschriften der Luft- und Raumfahrt von besonderer Bedeutung. Für die Realisierung, setzte die Projektgruppe einen Mehrkanal-Datenschreiber zur Ermittelung der Messdaten ein. Hierbei kam eine Datenauswertesoftware zur automatischen Auswertung dieser Messdaten und zur Bestimmung der hieraus resultierenden Abweichungen der geprüften Thermoelemente zum Einsatz.
Der Kalibrierofen wurde außerdem mit einer elektrischen Prozesssteuerung versehen. Während der Kalibrierung befinden sich die Prüfthermoelemente und ein Referenzelement im eigens entwickelten Messblock. Nach der Inbetriebnahme erfolgte eine Regeloptimierung mit anschließenden Messversuchen, aus denen sich die Maschinenfähigkeit, die Messunsicherheit und die Temperaturverteilung unter den Messstellen ermitteln ließ. Abschließend wurde eine Kostenanalyse des gesamten Prozesses durchgeführt und der Kalibrierofen in das bestehende Qualitätsmanagementsystem der Firma integriert.